Die Entwicklung eines Audiowalks


Ich habe hier seit Beginn der Corona-Zeit gar nichts geschrieben. Was daran lag, dass auch gar nichts passiert ist.
Eigentlich war ich Feuer und Flamme für ein neues Mini-Stück. Requisiten und Kostümteile hatte ich besorgt, schon für die Soundkulisse recherchiert und Textinspirationen gesammelt. Ein ganzes Pinterest-Board ist voll mit Ideen zu diesem Mini-Stück.
Als dann ab dem 13. März coronamäßig nichts mehr ging, dachte ich erst: Wie schön! Ganz viel Zeit, um mich dem Projekt zu widmen. Aber Pustekuchen. Mein Fokus ging in ganz andere Richtungen. In Fortbildungen, in Online-Workshops und generell hin zu anderen Formaten. Denn die kleinen Orangeplaty-Stücke sind für mich immer auch mit der WerkStadt verbunden. Aber Live-Theater gibt es momentan kaum. Und mir ist auch nicht wirklich nach Theater in geschlossenen Räumen.
Als dann mein Privatschüler Nick und ich nach vielen Wochen Online-Training wieder ein Präsenz-Treffen in Angriff nahmen, hatte ich die Idee mit ihm zusammen einen Audiowalk zu entwickeln. Bei einem ersten Treffen haben wir einfach ein bißchen improvisiert und ich habe erzählt, was Audio- und Videowalks sind und welche Möglichkeiten es gibt. Da wir uns am schönen Tegeler See getroffen haben, der einfach eine tolle Umgebung für einen Spaziergang bildet, dachte ich: Wieso nicht wirklich einen Audiowalk gemeinsam entwickeln, den auch andere ablaufen können?
Tadaa: Eine Kooperation war entstanden. Gemeinsam suchten wir uns einen langen Weg aus, der ein bißchen Abwechslung bietet und stoppten die Laufzeiten. Ich stöberte nach Texten und wir lasen uns ein.

Die nächsten Schritte sind die Textaufnahmen und der Zusammenschnitt mit musikalischer Untermalung. Dann werden wir einen Testlauf und gegebenfalls noch Korrekturen machen bis wir halbwegs zufrieden sind. Und dann – ja dann könnt auch ihr euch auf den Weg machen. Mit unseren Stimmen auf dem Ohr, die euch Geschichten aus dem alten Tegel erzählen.

Ich bin sehr happy, dieses kleine Projekt zusammen mit Nick zu gestalten und umzusetzen. Endlich wieder kreativ arbeiten, gemeinsam Ideen wälzen und eine Art Inszenierung erschaffen.
Morgen geht's nach Tegel zum Aufnehmen ...

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